Mit beiden Beinen auf dem Boden stehen.
Gelassen und mit Freude im Herzen dem Augenblick begegnen.
Offen sein - das Schürzchen aufhalten - für die FÜLLE die das LEBEN schenkt.

"Sterntalerfrau, Sterntalermann, tu was Du liebst zu tun,
und geh wohin Dein Herz Dich führt, die Liebe ist Dein Weg."



Mittwoch, 28. März 2012

Naturschmuck


 ***



 In Schatten die Lichtung gehalten
Gigantisch ihr treuster Knecht
Äste stützen wie Balken
Ein gewaltiges Blättergeflecht





Der Stamm riesengross
Ein wahrer Turm
Mit Löcher und Moos
Ein Felsen im Sturm
 




Mächtige Wurzeln der Halt
Im Erdreich so tief und breit
Alte Eiche, überwucherst uns bald
Ein stummer Zeuge der Zeit

                                                                               Detlef Maischak




Schon im letzten Herbst gesammelt
die Idee schon lange im Kopf
und doch hat es bis jetzt gedauert.





Aber nun ist sie endlich fertig
meine Kette aus Naturmaterialien
mit Eicheln und Süßwasserperlen.





***

Liebe Grüße Mona



Donnerstag, 22. März 2012

Eine dufte Sache ... Gärtnerseife



Eine Seife wie ein verwunschener Garten

... wild und duftend.



Eine neue Seife liegt schon seit einiger Zeit in unserer Schatzkammer, aber nun zur beginnenden Gartensaison möchten wir sie gerne vorstellen.

Unsere rtnerseife


Sie ist die "kleine Wilde" unter unseren Seifen.
Hergestellt aus feinsten Ölen und mit Kakaobutter verfeinert, pflegt sie geschundene Gärtnerhände streichelzart. Die zugesetzten Mohnkörner sorgt für einen angenehmen Peelingeffekt und nehmen ganz nebenbei noch allerhand Schmutz mit. Die Lauge ist mit starkem, frisch gekochtem Salbeitee angerührt. Die  Salbeiblätter (vom Tee) haben wir püriert und unter die Seifenmasse gerührt. Salbei ist allgemein dafür bekannt, entzündungshemmend und wundheilend zu wirken, also genau das richtige für kleine Risse und Wunde die von der Gartenarbeit übrig bleiben.
Obenauf haben wir eine bunte Blütenmischung aus Rose, Ringelblume, Kamille und Lavendel gestreut, dazu passt die Duftmischung aus ätherischem Lavendel-, Rosenholz- und Orangenöl, die der Seife einen zarten natürlichen Duft verleiht.


Sonntag, 11. März 2012

Schubladen-Boxen Marke "Eigenbau"

Schubladen-Boxen finde ich (Lisa) sehr praktisch. Jedoch finde ich den Preis für Schubladen-Boxen in den Geschäften überteuert. Darum habe ich Geizkragen mich daran gemacht, mir welche aus Graupappe zu bauen ... was ich aber bitter bereut habe, denn ich habe den Zeitfaktor unterschätzt. Schon wieder tausend neue Projekte im Kopf, habe ich "brummelnd" an meinen Boxen gewerkelt...






 

Die unteren Boxen sind die selber gebauten, die oberen mit den Metallgriffen sind gekauft. Die selber gebauten Boxen sind stabiler wie die gekauften, darum habe ich sie unten drunter gestellt.
 

 Für die Boxen habe ich Premiumgraupappe in 2 mm Stärke (1300 g/qm) verwendet, die ich bei www.Friedrich-Roemer.de gekauft habe.

Als erstes habe ich mir die Maße ausgerechnet und aufgezeichnet, dann habe ich einen Zuschneideplan für die Graupappebögen erarbeitet.


Beim Zuschneiden war mir ein schwerer Metallwinkel sehr nützlich, der durch sein Gewicht an Ort und Stelle liegenblieb, so daß ich mit dem Rollschneider gut an der Kante entlang schneiden konnte.


Bevor es ans zusammenkleben der Zuschnitte ging, habe ich die Kanten mit Schmiergelpapier geglättet.

  

Um das Gehäuse stabil zu bekommen, habe ich jeweils zwei Lagen zusammengeleimt. Das war doppelter Zeitaufwand, doch zum Schneiden ist 2 mm starke Graupappe "dick genug", und das Zuschneiden ging so auch schon auf die Handgelenke. Doch der Vorteil der zusammengeleimten Lagen ist, daß ich den Mittelboden auf die Seitenteile auflegen konnte und der Mittelboden dadurch einen guten Halt hat. 

Bei den ersten Teilen habe ich zum Leimen Holzleim aus dem Baumarkt verwendet, weil ich den guten, teuren Buchbinderleim aufsparen wollte, doch der Holzleim hielt nicht wirklich zusammen. 
Den Buchbinderleim "Planatol" habe ich nach Anleitung mit 30 % Wasser verdünnt. Beim Zusammenleimen der Teile mußte ich schnell sein. Der Leim trocknet so schnell an und hält dann nicht mehr. Damit die doppelten Lagen für Deckel, Mittelboden, Boden und Seitenteile zusammenhielten, habe ich sie sofort nach dem Leimen mit einem Stapel schwerer Bücher beschwert.

 

Bevor ich die Zuschnitte für die Schubläden zusammengeleimt habe, habe ich mir Kreppapierstreifen hergerichtet, damit ich die Teile sofort fixieren konnte. Nach dem Fixieren habe ich die Ecken und Kanten noch mal dick mit Leim eingestrichen.
 


Die Schubladen-Boxen waren mein erstes Projekt mit Graupappe. Ich hatte nicht die geringste Erfahrung.  Anfangs war ich sehr angespannt, stand "ziemlich unter Strom", ob das was wird. Läßt sich die Graupappe mit dem Rollschneider schneiden? Wird das wirklich stabil?  Wie verhält sich das Überzugs-Papier beim Leimen? Zugegeben, das hat mich anfangs sehr belastet. Doch von Box zu Box, von Arbeitsschritt zu Arbeitsschritt bekam ich mehr Übung. Als die fertig geleimten Boxen in der Küche (meiner Werkstatt) standen, ging es mir dann schon wesentlich besser ;o)
 


Bevor ich das Papier aufgeklebt habe, habe ich zuerst die Kanten umgebogen und die Ecken eingeschnitten. Das hat die Sache sehr erleichtert. Nach einer Weile bin ich drauf gekommen, daß sich das Papier wesentlich leichter verarbeiten läßt, wenn nicht das Papier, sondern der Karton mit Leim eingestrichen ist.



Für die Griffe habe ich Dübelstangen genommen. Die waren mir allerdings etwas zu dünn. Darum habe ich sie mit Tonpapier aufgedoppelt bevor ich sie mit dem Efalin-Papier überzogen habe. Die Griffe sind von innen mit zwei Schrauben angeschraubt und halten wunderbar.




Zum Überziehen der Boxen habe ich für außen Efalin-Papier verwendet. Das ist eine dickere, strapazierfähige Qualität. Unmittelbar nach dem Aufkleben machte das Efalin-Papier Blasen, die sich nicht wirklich andrücken ließen. Ich war entsetzt und frustriert. Doch am nächsten Tag, nach dem das Papier durchgetrocknet war, waren (die meisten) Blasen verschwunden ;o) Die Schubläden habe ich innen mit Büttenpapier ausgekleidet. Das Papier habe ich hier gekauft:  www.cartapura.de  Das ist ein Buchbinder-Fachgeschäft mit einer riesen Auswahl an wunderschönen (Japan) Papieren. Sehr zu empfehlen ;o)

 
 
 fertig ;o)

 Die gelben und orangen Boxen sind in mein Nähzimmer gezogen und beherbergen jetzt Garne, Knöpfe usw.

*Lisa*

Donnerstag, 9. Februar 2012

Reich beschenkt




Mona's Geburtstagsgeschenk von Lisa:  Räuchermischungen


Als wir Geburtstagsgeschenke tauschten, fühlten wir uns reich beschenkt.



Lisa's Geburtstagsgeschenk von Mona: Naturkosmetik

Die Rezeptur der Creme, vom Feuchtigkeitsgel im Spender und der Lippenpflegestifte 
sind Mona's Kreationen. 

Als mir Mona erklärte, daß das im Spender Feuchtigkeitsgel ist, da habe ich (Lisa) vielleicht gestaunt. Ich mache seit vielen Jahren meine Cremen selber, doch ein Feuchtigkeitsgel zu machen, auf die Idee bin ich noch nicht gekommen. DANKE, liebe Mona, für diese Anregung.

Das Feuchtigkeitsgel macht die Haut spürbar glatt.  Die Creme duftet herrlich nach Lavendel. Sie zieht sehr rasch ein, pflegt ohne zu fetten. Von den Lippenpflegestiften bin ich auch begeistert. Im Winter bin ich an den Lippen sehr empfindlich. Mona's Lippenpflegestifte bestehen den "Härtetest" an mir.

Liebe Mona, ich bin so stolz auf Dich. Du bist noch so jung, und hast schon so ein Können und Wissen. In dir steckt ein riesen Potential. Mach weiter so. Deine Lisa.


Ich (Mona) möchte an dieser Stelle noch das Rezept des Feuchtigkeitsgels mit euch teilen.
Das Feuchtigkeitsgel ist eigentlich recht "einfach", da man lediglich als Basis Wasser und einen Gelbildner benötigt. Anstatt schnödem Wasser habe ich selbsthergestelltes Rosenhydrolat verwendet und dieses mit einer Messerspitze Guarkernmehl zu einem Gel verarbeitet. Es gibt auch noch viele andere Gelbildner, jedoch erschien mir dieser noch am natürlichsten.
Hat man einmal diese Basis kann man anschließend mit vielerlei Wirkstoffen spielen. Ob ätherische Öle, Aloe Vera Gel, ... hier sind keine Grenzen mehr gesetzt.
Auf die Idee ein Feuchtigkeitsgel selbst herzustellen, kam ich, da ich regelmäßig vor dem Naturkosmetikregal ins Schwärmen geraten bin, wenn ich das Granatapfel Serum von Weleda in Händen hielt. Hach so feine Zutaten für ein tägliches Pflegeritual am frühen Morgen, das wär schon was ... aber der Preis lies mich jedes Mal wieder höflich Abstand nehmen. Aber mit einem schmalen Studentengeldbeutel wird man schnell erfinderisch ;o)



Die Kräutermischung in der Reinigungs-Räucherung sind heimische Pflanzen, die seit jeher zur  energetischen Reinigung verwendet werden und eine starke Wirkung haben. Die Kräuter sind mit viel Liebe gesammelt, getrocknet und verarbeitet :o)

Die Segens-Räucherung, gemischt aus Damar, Styrax und Rosenblätter, wird im Anschluß an die Reinigungsmischung geräuchert.

Und einfach nur zum Wohlfühlen ist die Mischung aus Styrax, Eichenmoos und Lavendel.



Liebe Lisa, ich möchte mich an dieser Stelle auch noch einmal herzlich bei dir bedanken für die wertvollen Geschenke! DANKESCHÖN :o)



Liebe Grüße an euch alle

Mona und Lisa




Montag, 9. Januar 2012

Eine dufte Sache ... Toskanischer Morgen

Soleseife Toskanischer Morgen


Diesesmal haben wir uns an eine Soleseife gewagt. Das Experiment ist gelungen, wie ihr seht :o)

Wir haben unsere Soleseife nach dem Parfümöl Toskanischer Morgen benannt, das wir zusammen mit ätherischem Lemongrassöl zum Beduften verwendet haben. 

Das PÖ Toskanischer Morgen haben wir zum ersten mal verwendet. Bestellt haben wir es eigentlich nur, weil der Name irgendwie so vielversprechend klang. Als die bestellten Parfümöle vor uns auf dem Tisch standen und wir uns durchschnupperten, waren wir beide von Toskanischer Morgen ersteinmal richtig enttäuscht - herb, krautig und leider ohne frischen Pfiff wie wir erwartet hätten. 

Als wir für die Soleseife an unseren Parfümölen schnupperten, und uns bei Toskanischer Morgen wieder das Gesicht runter fiel, schraubte eine von uns beiden das Lemongrassfläschchen auf und hielt es zusammen mit dem Toskanischer Morgen unter die Nase. Sofort war ein Lächeln im Gesicht. 
Diese Kombination ist ein Hit, einfach genial. 
Anstatt herb und krautig, riecht es erfrischend und würzig :o)
Bisher ist jede/jeder, der daran gerochen hat ins Schwärmen geraten :o)
Schade, dass ihr diesen herrlichen Duft nicht riechen könnt. 


Duftet traumhaft und schäumt gigantisch.

Hier das Rezept:

40 % Olivenöl
30 % Palmöl
20,7 % Kokosöl
6 % Kakaobutter
3,3 % Rizinusöl
Überfettung 10 %
Die Lauge haben wir mit einer gesättigten Solelösung angerührt.
Durch das Salz ist die Oberfläche der Seife sehr glatt und angenehm auf der Haut.
Zu unserem Erstaunen schäumt diese Soleseife mehr, wie mach andere unserer Seifen :o)

Nur beim Schneiden hatten wir ein kleines Problem. Wir haben nicht bedacht, dass die Seife durch das Salz schneller anzieht und sehr schnell sehr hart wird - genau wie Salzseife. Die ersten Stücke bröckelten, aber die später etwas breiter abgeschnittenen Stücke waren perfekt :o)


* Mona und Lisa * 

 
 





Samstag, 10. Dezember 2011

Gefilzte Weste mit Cochenille gefärbt

Gefilzte Weste mit Cochenille gefärbt



Handgemacht und selber gefärbt, wieder hat eine textile Kostbarkeit bei mir Einzug gehalten :o)


Diese Weste hat Liane für mich gefilzt :o)  DANKE, liebe Liane.
Um dem Filz etwas Struktur zu geben, hat Liane kleine Kügelchen aus Alufolie mit eingefilzt. Beim Färben sind die Kügelchen teilweise von alleine an die Filzoberfläche gewandert  und abgefallen, die restlichen habe ich dann nach dem Färben entfernt. Die Kügelchen haben fluffige Pünktchen auf dem Filz hinterlassen :o)

  Die erste Färbung machte ich mit 12 % Cochenille bei 100° C (auf Kaltbeize). Das wurde aber ein verwaschenes rosa, das mir nicht gefiel.  Beim nächsten Anlauf  habe ich das Farbbad mit Zitronensäure abgesäuert. Auf Wollgarn mit dem gleichen verwaschen rosa ergab das ein wunderschönes koralle. Aber anstatt in ein leuchtendes koralle verfärbte sich die Weste in ein  dunkleres, aber genauso verwaschenes rosa mit grauen Flecken.
Nach ein paar Wochen "setzen lassen" und überdenken, wagte ich noch mal einen Versuch. Ich steckte die Weste nochmal in Kaltbeize und färbte dann mit 15 % Cochenille. Aber diesesmal bei nur ca. 90° C.
Und das Cochenille habe ich in zwei, ineinander gesteckte  Fein-Kniestrümpfe (doppelt genommen, sozusagen) eingebunden und beim Färben im Farbbad gelassen. 
Und siehe da, die helleren Stellen der Weste bekamen eine wunderschön leuchtende, strahlende Farbe :o)
So wie sie jetzt ist, gefällt sie mir gut. Die "Flecken" finde ich, machen die Weste lebendig und interessant :o)



Liane hat die Weste für mich gefilzt, als Ausgleich für ein paar Tage intensiver,
gemeinsamer Färberei in meiner Küche.







Hier ein paar Fotos zum Schmunzeln, wie es beim Färben bei uns zuging :o)



Um die Zeit zu nutzen haben wir mit drei bis vier Töpfen
  gleichzeitig gefärbt, bestückt mit unterschiedlichem Färbegut.



Liane hat für sich Garn, Filzproben und kleine Pommel Kammgarn gefärbt.



Vom Mittagsspaziergang an der frischen Luft im Wald  brachten wir Nachschub mit:

Wir genossen die Gerüche beim Zerkleinern von  FARN, Brennesseln, Fichten- und Tannenzweigen.



Obwohl es schon Ende Oktober war, fanden wir noch Schwefelköpfchen :o)



Von vorne nach hinten bzw. von links nach rechts, jeweils 1. und 2. Zug:
  Brennessel, Schwefelköpfchen,  Farn, Fichten- u. Tannennadeln/zweige (jeweils Ende Oktober geerntet und nur leicht angetrocknet), Rosenblüten, Schachtelhalm, Samtfußkremplinge, Reseda, Färberginster, Zwiebelschalen (1.-5. Zug), Cochenille, Rotholz

 ***


Ich wünsche einen besinnlichen Advent, auch wenn dieser Post gar nicht adventlich ist :o)
*Lisa*




Kunst ist schön, macht aber viel arbeit - Karl Valentin

Montag, 17. Oktober 2011

Eine dufte Sache... Frau Holle

 

Frau Holle

Für unsere Holunderseife "Frau Holle" haben wir hauptsächlich feinstes Bio Olivenöl verwendet, dass mehrere Wochen mit getrockneten Holunderblüten angesetzt war und anstatt destilliertem Wasser wurde die Lauge  mit wertvollem Holunderblütenhydrolat angerührt. Im unteren Teil der Seife haben wir getrocknete Blüten mit in den Seifenleim gegeben. Beduftet wurde die Seife mit einem wunderbaren Parfümöl names "Chèvrefeuille" z. dt. Geißblatt ... was könnte besser passen, wo doch der Holunder zu den Geißblattgewächsen gehört. Ein herrlich frischer, leicht süßlicher und sehr weiblicher Duft.




Dekoriert ist jedes Seifenstück mit vielen kleinen goldenen Blüten die mit einem wunderschönen kleinen Holzstempel von hier gestempelt wurden.




 ... ein weißer Rausch aus winzgen Blüten, 
 in jedem Frühsommer trägt der Holunder sein Hochzeitskleid.

"Ringel, Ringel, Reihe
Wir sind der Kinder dreie, 
Sitzen unterm Hollerbusch
Rufen alle Husch, Husch, Husch."

 
Der Holunder (lat.: sambucus nigra) ist auch als Heilpflanze bekannt und sehr geschätzt. Sammelt man im Frühjahr die weißen Blütendolden und trocknet diese, kann man später einen heilsamen Tee brühen, der als klassischer "Schwitztee" bei grippalen Infekten verwendet wird. Aber auch die im späten Sommer tiefschwarz gereiften Holunderbeeren kann man für die Gesundheit nutzen. Dazu werden die Beeren entsaftet und heiß in verschließbare Flaschen gefüllt. 1zu1 mit heißem Wasser verdünnt, erhält man einen Vitaminspender der das eigene Immunsystem unterstützt, wenn die Grippezeit beginnt.

*
Der Holunder (auch Holler genannt) gilt als Pflanze, die der Frau Holle geweiht ist.
Möglicherweise ist sein Name auf sie zurückzuführen.

Das Märchen  "Frau Holle" und die vielen Sagen und Mythen, die sich um Frau Holle ranken sind uralt. Vermutlich sind sie das Überbleibsel  der Verehrung einer großen Muttergöttin der Jungsteinzeit.

In den  Mythen um sie, wird Frau Holle als eine den Frauen und der Natur wohlwollende Wesenheit beschrieben, die Fruchtbarkeit und Fülle schenkt.

 
"Der Sage nach segnet Frau Holle die grünenden Fluren im Frühjahr,  indem sie über Felder und Wiesen schreitet, wodurch der Saft in die Pflanzen schießt und die Natur erwacht. Frau Holle soll auch die Menschen zahlreiche Kulturtechniken wie Spinnen und Weben gelehrt haben.Weiterhin gilt Frau Holle als Herrscherin über die Schätze des Erdinnern." (Quelle: Wikipedia)


"Frau Holle ist keine Spukgestalt und kein Vegetationsdämon, sondern die regionale Verkörperung einer uralten weiblichen Erdgottheit, wie man sie fast überall auf der Welt unter den verschiedensten Namen verehrt hat.“    http://de.wikipedia.org/wiki/Frau_Holle


*

 Holunderlied von Margarete Jehn  

Holunder, Holunder,
steht hinter dem Haus,
lehnt sich an die Mauer
und späht nach mir aus.
Oh, Mama Green Holunder,
der beugt sich ein bisschen runter,
hält mir die grünen Hände hin
und macht mich wieder froh. Oh!

*

Es grüßen ganz herzlich

*Mona und Lisa*

Freitag, 12. August 2011

Textile Kostbarkeit


Glücklich :o) Dieses Kleidungsstück ist für mich etwas ganz Besonders und Wertvolles. Es ist von Hand mit Naturfarben gefärbt. Ich habe es auf einem Markt bei Andrea Ramsauer gekauft.


Geheimnisvoll strahlend und lebendig. Ist es ein weinrotes dunkelbraun oder doch ein schwarzbraun? Die Farbe ist unbeschreiblich ... schön.


Wolle/Seide gefärbt mit Galläpfeln, Cochenille und Indigo

Ich träume schon lange davon, pflanzengefärbte Kleidung zu haben. Dieses edle Oberteil ist der Anfang.

Mittlerweile habe ich eine stattliche Farbpalette an selbergefärbtem Wollgarn, und arbeite an meinem ersten Werk: Ein langes naturfarbenes Leinenkleid, auf das ich am Brustteil ein buntes Blümchenmuster mit meiner Wolle sticke :o)

Mich fasziniert die sanfte Lebendigkeit und Harmonie der Naturfarben.

Weil ich gern selbergenähte Kleidung hab, würde ich gern Baumwoll- und Leinenstoffe mit Pflanzenfarben färben, doch meine bisherigen Experimente auf Alaunbeize  lieferten keine wirklich befriedigenden Ergebnisse.
Ich bin immer noch auf der Suche nach einer Rezeptur wie z.B. in Indien oder Japan die Baumwolle gebeizt bzw. vorbehandelt wird. Hat da von Euch jemand Erfahrung? Wer kann mir da weiterhelfen? Ich wäre für jeden Tipp sehr dankbar.

Liebe Grüße
*Lisa*

Mittwoch, 13. Juli 2011

Veilchen-Seife


Wie hat Elisabeth so schön gesagt: "Jetzt müss ma aber endlich mal unsere Veilchen Seife posten, sonst ist der Sommer schon wieder fast vorbei und wir kommen erst mit den Frühlingsseifen daher" ;o)

Und weil wir euch unsere ultimative Frühlingsbegrüßungsseife nicht vorenthalten möchten, stellen wir euch nun unsere neueste Seife vor.

Veilchen-Seife

Das Veilchen-Salben-Rezept (das u. a. ein hervorragendes Heilmittel bei Hautproblemen ist) der Hildegard von Bingen brachte uns auf die Idee eine Veilchen-Seife zu machen.



So sind wir beide im Frühjahr an einem sonnigen Sonntag losgezogen und haben in Elisabeths Garten und am Waldrand Duftveilchen gesammelt und anschließend getrocknet. 

 

Die Blütenköpfchen und Knospen wurden in Olivenöl angesetzt, das anschließend mit anderen wertvollen kaltgepressten Ölen und Fetten verseift wurde.
Die getrockneten Veilchenblätter wurden als Tee gekocht der anstatt von "normalem Wasser" zur Zubereitung der Lauge diente.


Dass diese Seife dreischichtig werden sollte, war schon länger geplant, doch als wir den Tee abseihten, fiel uns auf wie "glitschig" sich die aufgebrühten Veilchenblätter anfühlten ... beinahe wie Algen. "Das kann nur hautpflegend sein!!!" dachten wir uns und so kamen die Blätter kurzerhand mit in den Seifenleim. Gut püriert ergeben sie die unterste grüne Schicht. In der Mitte haben wir die getrockneten in Öl angesetzten Veilchenblüten wiederverwendet und mit ein wenig violettem Kosmetikpigment gefärbt. Die oberste Farbschicht ist naturbelassen. Den letzten Schliff hat die Seife mit einem selbstgemachten Veilchenstempel und etwas Goldpuder bekommen.


"Veilchen sind äußerlich als Breiumschlag aus den frischen, zerquetschten Pflanzen, als Teekompresse oder als Badezusatz bei Verletzungen, unreiner Haut, Akne oder Verbrennungen wirksam." (aus Hirsch/Grünberger "Die Kräuter in meinem Garten")




Beduftet mit dem verführerisch duftenden Seifenparfümöl "wild violet" wird man beim Duschen von einem zarten Frühlingshauch umarmt.


Ganz liebe Grüße

Mona und Lisa







Sonntag, 10. Juli 2011

Sommerküche

Schon über ein Monat ist vergangen seit wir unseren letzten Post online gestellt haben. Aber wie schon sooo oft in anderen Blogs gelesen ... je voller das "wahre" Leben ist, desto stiller wirds in den Blogs. Das kann ich hier nur bestätigen :o)

Heute möchte ich ein herrliches Sommerrezept mit euch teilen!

Man nehme:

250g Spaghetti

2 Knoblauchzehen
250g Cocktailtomaten
2 El Tomatenmark
1 Tl brauner Zucker
frisches Basilikum

1 El Butter
frische Salbeiblätter



Spaghetti in Salzwasser bissfest kochen, abgießen und etwas vom Nudelwasser zurückbehalten.


Den Knoblauch kleinschneiden und in etwas Olivenöl kurz garen, anschließend die halbierten Cocktailtomaten hinzugeben und anbraten. Nun den braunen Zucker über die Tomaten geben und karamellisieren lassen. Währenddessen das Basilikum schneiden. Nun das Tomatenmark in die Pfanne geben und mit dem ausgetretenen Tomatensaft verrühren. Um eine schöne geschmeidige Soße zu bekommen, einfach ein bisschen vom zurückbehaltenen Nudelwasser hinzugeben. Basilikum dazu und mit Salz und Pfeffer abschmecken.


Die Butter in einer zweiten Pfanne erhitzen und die Salbeiblätter kurz darin schwenken ... ich hab etwas länger geschwenkt, deshalb hatte ich dann krosse Salbeiblätter ;o)


Die Nudeln auf einem Teller anrichten, Soße drüber, Salbeiblätter mit Butter und etwas frisch geriebenen Parmesan drauf .... FERTIG!



Dieses Gericht hatte ich in einer wirklich herrlichen Pizzeria in Bonn gegessen und bin derart ins Schwärmen geraten, dass ich mich dann zuhause daran gemacht habe es nachzubasteln.


Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachkochen und Genießen

Liebe Grüße, Mona